Block1


Philosophische Grundlagen für die Legitimation des Nationalsozialismus und dessen immanente Argumentation.
Zu Beginn sollen die Elemente der nationalsozialistischen Herrschafts- und Bildungslogik in ihren retrospektiven Entstehungskontext gesetzt werden. Da dieser Zusammenhang ein rein interpretativer ist, sollen die zum Zwecke der Legitimation fehlgedeuteten Sinnzusammenhänge in der Aufklärungsphilosophie und dem Deutschen Idealismus nachvollzogen werden. Im Zentrum steht dabei die Interpretation durch Wissenschaftler und Philosophen, die in ihren Schriften und Reden die Zustände im Dritten Reich affirmierten statt sie zu kritisieren.

Dr. des. Kay Zenker

Frühneuzeitliche Wissenschaftstradition und Nationalsozialismus - Fortführung, Vereinnahmung oder Bruch?


09.11.11, 16-19 Uhr, Aula im Schloss

Prof. Ursula Reitemeyer

Was heißt Nationalerziehung?
Humboldt, Fichte, Habermas - ein Vergleich.


16.11.11, 16-19 Uhr, Aula im Vom-Stein-Haus

Block2


Bildung und Philosophie im Nationalsozialismus. Wie die Gleichschaltung der Universität aus sich selbst heraus möglich war.
Im zweiten Block soll die sowohl wissenschaftliche als auch philosophische Affirmation des Nationalsozialismus erfasst werden. Am Beispiel von Heideggers Seinsphilosophie und dem darin enthalten Bildungsbegriff verdeutlicht sich das Bild des Intellektuellen im totalitären System. Die studentische Gleichschaltung der Universitäten zu Schablonen des repressiven Staatsapparates soll dabei auch Erwähnung finden, da an ihr das Exempel eines subjektivierten Staates statuiert werden kann. Schließlich soll am Beispiel Schmitts die Legitimation des nationalsozialistischen Systems durch politisierte Philosophie dargestellt werden.

Prof. Hans-Ulrich Thamer

Die Universität und ihre Wissenschaft zur Zeit des Nationalsozialismus.


06.12.11, 16-19 Uhr, Aula im Schloss

Markus Bohlmann

Heidegger und der Nationalsozialismus. Bildung und Kritik - Humanismus und Materialismus.


16.12.11, 17-20 Uhr, Aula im Schloss

Dr. Gerhard Scheit

Das Sein zum Tode als Philosophie des Nationalismus und die Voraussetzung ihrer Kritik.


17.01.12, 16-19 Uhr, Aula im Schloss

Block3


Die wissenschaftlichen und politischen Nachwehen der deutschen Geschichte. Poststrukturalismus als anything goes?
Im letzten Teil der Vortragsreihe ist eine Betrachtung der letzten Jahrzehnte der Philosophie bis heute geplant. Sowohl im institutionellen Bereich der Wissenschaften, die durch neue Ismen wie „Poststrukturalismus“, „Dekonstruktivismus“, „Kritische Theorie/ Diskursethik“ oder „Kulturalismus“ bewegt werden, als auch in der Tradition davon beeinflusster Studentenproteste von 68 bis heute, finden sich die Relikte der deutschen Universitätsgeschichte. Inwiefern die Gegenwart nicht frei von der Vergangenheit ist und jedoch anders unfrei sein müsste, soll in den abschließenden Vorträgen erarbeitet werden.

Prof. Petra Gehring

Entwicklung der postmodernen Theorie und philosophie-geschichtliche Grundlagen des Poststrukturalismus.


23.01.12, 16-19 Uhr, Aula im Schloss

PD Dr. Stefan Winter

Aporien der Postmoderne


27.01.12, 16-19 Uhr, Hörsaal S 10 im Schloss

Alex Gruber

Dekonstruktion und Regression
Der Poststrukturalismus als Massenverwalter von Carl Schmitt und Martin Heidegger.


01.02.12, 16-19 Uhr, Hörsaal S 10 im Schloss

Schlossplatz 2 Hindenburgplatz 34